Arbeiten im Ausland 6: EU

| 9. September 2013

Heute wollen wir uns abschließend dem Schnellüberblick zu den einzelnen EU Ländern widmen. Wie gehabt wieder in einer kurzen und prägnanten Form. In den weiteren Berichten gehen wir danach explizit auf bestimmte Länder weltweit ein. Im Vordergrund steht dabei das Arbeiten im Ausland aber auch insgesamt das Auswandern mit allen Fallstricken und möglichen Komplikationen.

Dich nun zunächst zu den weiteren EU-Ländern:
Slowakische Republik, Slowenien, Spanien, Tschechische Republik, Ungarn, Zypern.

Arbeiten im Ausland – Slowakische Republik

Wer beim Arbeiten im Ausland in die Slowakische Republik auswandern möchte, wird ein interessantes Umfeld vorfinden. Vielfach konnte die Wirtschaft in der Slowakischen Republik in den letzten Jahren wachsen. Dennoch liegt die Arbeitslosenquote immer noch zwischen 12 – 14 Prozent. Damit weit über dem Durchschnitt der anderen EU Länder. Viele Arbeitsstellen befinden sich vorwiegend im Finanz- & Versicherungswesen, der Sozialversicherung und der öffentlichen Verwaltung. Die Slowakische Republik sucht aber auch Facharbeiter mit IT-Kenntnissen sowie in der Elektrotechnik, dem Maschinenbau und der Energiewirtschaft. Wer als Deutscher in der Slowakischen Republik arbeiten möchte, hat die besten Chancen bei internationalen Arbeitgebern. Hier stehen zumeist höhere Positionen in Aussicht.

Arbeiten im Ausland – Slowenien

Wer gerne in Slowenien arbeiten möchte, findet als Fachkraft ebenfalls interessante Möglichkeiten. Slowenien hatte ja erst kürzlich einen Einbruch zu verkraften, der aber mittlerweile wieder aufgeholt werden konnte. Die Arbeitslosenquote bewegt sich im Bereich von 7,5 – 8,5 Prozent und ist damit unterdurchschnittlich. Die meisten Unternehmen setzen beim Arbeiten im Slowenien auf Spezialisierungen. Massenproduktionen sind weniger bekannt. Daher werden für das Arbeiten in Slowenien hauptsächlich gut ausgebildete Fachkräfte gesucht. Überwiegend in folgenden Bereichen: IT, Gesundheitsbranche, Maschinenbau, Spedition. Beliebt sind deutsche Ärzte, Ingenieure, Krankenschwestern, Köche und auch sonstige Handwerker (Tischer, Schreiner, Maurer, etc.).

Arbeiten im Ausland – Spanien

Das Arbeiten in Spanien ist für viele Deutsche nach wie vor ein Traum. So wundert es nicht, das immer mehr Deutsche nach Spanien auswandern. Der Markt ist jedoch schwierig. Spanien hat nach wie vor mit einer schweren Situation im eigenen Land zu kämpfen. Weitere Unruhen sind zu erwarten. Über 20 Prozent sind offiziell ohne Arbeit. Die Tendenz steigt weiterhin an. Interessant ist Arbeiten in Spanien überwiegend im Tourismussektor. Und dabei handelt es sich meistens um reine Saisonjobs. Dennoch sind immer wieder vereinzelt auch Nachfragen nach Ingenieuren, Controllern und anderen Fachkräften aus Deutschland zu spüren. Diese Nachfrage kommt aber überwiegend von internationalen Unternehmen, die in Spanien einen Sitz haben. Leichtfertig sollen Sie nach Spanien derzeit keinesfalls auswandern. Wichtigstes Merkmal ist die Sprache. Wenn Sie weder Spanisch noch Katalanisch beherrschen, haben Sie in Spanien keine Chance. Englisch wird nur in begrenztem Umfang gesprochen und ist beim Arbeiten in Spanien unerwünscht.

Arbeiten im Ausland – Tschechische Republik

Das Arbeiten in der Tschechischen Republik macht vor allem Deutschen viel Spaß. Die Arbeitslosenquote ist niedrig. Das Land bietet gute Arbeitsbedingungen für Fachkräfte. Teilzeitarbeit ist beim Arbeiten in der Tschechischen Republik kaum bekannt. Allerdings ist die Zahl der Selbstständigen in diesem Land besonders hoch. Gesucht werden für das Arbeiten in der Tschechischen Republik derzeit folgende Kräfte: Ingenieure (Maschinenbau und Elektrotechnik), Konstrukteure, Schweißer, Architekten, Köche, Bauarbeiter (Maurer) und Mechaniker. Auch das Auswandern in die Tschechische Republik macht Spaß. Ein sauberes und naturreiches Umfeld erwartet Sie. Die Sprache sollten Sie aber dennoch beherrschen.

Arbeiten im Ausland – Ungarn

Die Arbeitslosenquote in Ungarn liegt meistens über 11 oder 12 Prozent und damit überdurchschnittlich hoch. Arbeitskräfte werden im Bau- und Gesundheitsbereich gesucht. Nach wie vor ist die Automobilindustrie in dem Land sehr groß. Hier ist mit einem weiteren Bedarf an Facharbeitern und Ingenieuren zu rechnen.

Arbeiten im Ausland – Zypern

Zypern ist nach wie vor ein Problemkind. Die Arbeitslosenquote ist jedoch noch akzeptabel. In Zypern arbeiten viele Ausländern. Fachkräfte in zahlreichen Branchen, besonders im Finanz- und Versicherungsbereich sind weiterhin sehr gefragt. Aber auch in der Landwirtschaft und der Gesundheitsbranche (Kranken- & Altenpflege) wird Personal für das Arbeiten in Zypern gesucht. Aber auch für Geringqualifizierte lassen sich zahlreiche Jobs im Handel und Service finden. Beliebt sind nach wie vor: Klimatechniker, Solarenergietechniker und Ingenieure (erneuerbare Energien).

Damit schließen wir unseren Kurzblick in die EU für das Arbeiten im Ausland. In den folgenden Berichten werden wir vermehrt auf bestimmte Länder und den vorherrschenden Bedingungen eingehen.

 

Foto: Lupo / pixelio.de