Tricks im Lebenslauf

| 10. Dezember 2013

Häufig kommt es vor, das Arbeitnehmer ihren Lebenslauf verbessern. Doch mittlerweile sind die Personalabteilungen in den Firmen gut gerüstet und erkennen Auffälligkeiten sofort. Was in anderen Ländern als Selbstvermarktung gerne gesehen wird, ist hier bei uns ein absolutes No-Go. Doch was fällt beim Lebenslauf häufig auf und welche Tricks werden gerne genutzt.

BewerbungLebenslauf: Irgendwie passt das schon … Personaler achten heute aber auf jede Kleinigkeit!

Der Urlaub als Fortbildung

Der Urlaub hat eine besondere Bedeutung. Wer freut sich nicht auf die schönsten Tage. Aber kann man diese Zeit nicht auch sinnvoll in der Bewerbung einfassen? Für viele eine absolut anwendbare Möglichkeit. So wird die Zeit im Urlaub in fernen Ländern schnell mal zu einer Fortbildungsmaßnahme oder sogar zu einer selbstständigen Beratungstätigkeit. Dass gleiche gilt für eine Zeit ohne Arbeit. So lautet auch hier neben selbstständigen Tätigkeiten gerne die Kaschierung auf freiberufliche Projektplanungen. Doch dabei sollte stets Vorsicht angebracht sein.

Falscher Lebenslauf führt zur Kündigung

Ein aufgepeppter Lebenslauf stößt bei vielen Chefs nicht auf Zustimmung. Ganz im Gegenteil. Im schlimmsten Fall kann das sogar zur Kündigung führen. Fristen muss der Arbeitgeber dann nicht einhalten. Dabei kann die fristlose Kündigung auch dann erfolgen, wenn der Mitarbeiter bereits seit langer Zeit für das Unternehmen tätig ist. Auch das Verschleiern von Daten kann dazugehören. Um Lücken auszubessern, werden Zeiten gerne ausgedehnt oder man verzichtet auf die Angabe der Monatszahl und gibt stattdessen nur die Jahre direkt an. Für den Arbeitgeber ein direktes Alarmzeichen.

Kündigung/Aufhebung verschwiegen

Wer sich aus dem ungekündigten Job bewirbt, hat stets die besten Karten. Steht aber eine Kündigung bereits fest oder ist ein Aufhebungsvertrag vorhanden, muss dieses dem neuen Arbeitgeber mitgeteilt werden. Wer das verschweigt, wird schlechte Karten haben. In der Regel erkundigen sich viele Firmen über ihre Bewerber beim vorherigen Arbeitgeber. Der angeblich ungekündigte Job fliegt dann schnell auf.

Auch Vertretungsarbeiten für den Chef oder einen Vorgesetzten werden manchmal sehr bildhaft umschrieben. Im Lebenslauf ist dann nicht mehr von einer Vertretung, sondern von einem stellvertretenden XXX zu lesen. Auch danach erkundigt sich die Personalabteilung gerne. Vielfach ist es hilfreicher, bei der Wahrheit zu bleiben. Viele Chefs sehen es sogar als positiv an, wenn Mitarbeiter ehrlich und offen Fehlzeiten zugeben. Das dient möglicherweise als Basis für einen vertrauensvollen Einstieg.

 

Bild: berwis  / pixelio.de