Trend: Unzufriedene Mitarbeiter

| 9. Dezember 2013

Unzufriedene Mitarbeiter.- Ein Trend mit deutlichen Zahlen, der seit Jahren steigt. Blickt man dabei in unterschiedliche Statistiken, so sind die Zahlen alarmierend. Fast 87 Prozent der deutschen Arbeitnehmer sind unzufrieden. Wichtigster Punkt dabei: Der Chef. Unzufriedene Mitarbeiter sind grundsätzlich für jedes Unternehmen ein großes Problem. Dort wo die Motivation fehlt, nimmt auch die Loyalität und Identifikation zur Firma und zum Arbeitsplatz deutlich ab. Das macht sich mittelfristig auch bei der Arbeit bemerkbar. Besonders dann, wenn die Angestellten im direkten Kundenkontakt stehen und so ebenfalls für einen Teil des Umsatzes tätig sind. Nur wirklich motivierte Mitarbeiter können den Wert des Unternehmens steigern. Doch in Deutschland ist dieses Bild kaum noch zu erkennen. Was ist passiert, woher kommt dieses Problem?

Motivation im UnternehmenMitarbeiter Motivation ist heute wichtiger denn je!

Arbeitsplatz als NO GO

Immer mehr Mitarbeiter gehen nur noch halbherzig zu ihrem Arbeitsplatz. In den letzten 5 Jahren ist dazu eine wahre Flut von Ratschlägen zur Mitarbeiter Motivation entstanden. Helfen konnten die Fachschriften und Expertentipps jedoch nur wenig. Die Unzufriedenheit wächst. Das Thema Mindestlohn entzweit zu dem die Bundesrepublik und sorgt bereits seit Jahren für Aufregung. Die einen wollen ihn, die anderen planen damit. Praktisch würde die Einführung nur eines bewirken: Betriebe, die dieses bisher noch nicht umgesetzt haben, würden dafür dann anderen Mitarbeitern kündigen. Das Arbeitspensum müsstesomit auf die verbleibenden Mitarbeiter aufgeteilt werden. Dadurch würden zwar einige in den Genuss vom Mindestlohn gelangen, müssten aber dementsprechend mehr arbeiten. Eine weitere Unzufriedenheit ist also vorprogrammiert. Aber Geld ist nicht das wahre Problem und wird von vielen Arbeitnehmern oft erst an 5. oder 6. Stelle genannt.

Die Probleme

Sehr unzufrieden sind ältere berufstätige und geringer Qualifizierte. Dabei spielt Leistungssteigerung und Stress eine große Rolle. Aber auch die Verbindung von Beruf und Familie stellt viele vor unlösbare Probleme. Interessant ist aber, dass die meisten Deutschen die Lebensqualität als durchaus gut bezeichnen. Auch hier wird ersichtlich: Am Geld liegt es nicht. Die Unzufriedenheit bezieht sich direkt auf den Job und das Umfeld. Praktischer gesagt, auf den Chef beziehungsweise den Vorgesetzten. Eine repräsentative Umfrage durch das Beratungsunternehmen Gallup zeigt, das nur noch 13 Prozent der Arbeitnehmer eine emotionale Bindung zu Ihrem Chef haben. 66 Prozent leisten „Dienst nach Vorschrift“. 21 Prozent ist der Arbeitgeber vollkommen egal. Grund hierfür: Die Führungskräfte gehen nicht mehr genügend auf die unteren Hierarchien ein. Bedürfnisse und Erwartungen der Mitarbeiter werden kaum noch wahrgenommen. Analysten schätzen dabei den Verlust um die 125 Milliarden jährlich bei der Produktivität. Diese Zahl suggeriert durchaus deutlich, dass es sich lohnen sollte, die eigenen Mitarbeiter wieder in den Vordergrund zu stellen.

Nicht viel

Dabei erwarten die meisten Arbeitnehmer gar nicht so viel. Manchmal reicht ein kurzes Gespräch, in dem man sich nach dem Erfinden erkundigt oder auch ein Lob. Selbst ein kleines Lächeln vom Chef kann zu einer Motivation führen. Es müssen also nicht immer die Ratschläge teuer bezahlter Motivationsberater sein. Sinnvoll kann auch eine anonyme Umfrage im Unternehmen sein. Angestellte können sich dabei äußern, was sie gerne verändert hätten. Dabei geht es nicht um die Wünsche als solches, sondern das Gefühl, in den Ablauf mit einbezogen zu werden.

 

Bild: Cristine Lietz  / pixelio.de; Stephanie Hofschlaeger  / pixelio.de