Stellenangebote der anderen Art

| 15. September 2013

Deutsche Unternehmen sind bekannt für kreative Umsetzungen, wenn es um Stellenangebote geht. In den Medien hören wir zwar immer wieder, das ständig Jobs abgebaut werden. Das jedoch ist nur die halbe Wahrheit. Tagtäglich entstehen in der gesamten Bundesrepublik zahlreiche neue Arbeitsstellen. Doch viele Firmen haben heute einfach Probleme gute Arbeiter zu finden. Stellenangebote laufen oft ins Leere. Das fängt bereits bei der Ausbildung an. Viele junge Menschen verfügen nicht mehr über das soziale Gefüge oder gar die Ausdrucksweise, um sich im kaufmännischen Bereich bewerben zu können. Im handwerklichen Bereich ist es sogar noch viel schlimmer. Die Individualität vieler junger Menschen, die in den Beruf einsteigen wollen, ist heute wichtiger als die Arbeitsstelle. So erleben Unternehmen im kaufmännischen Bereich immer wieder Bewerber, die nicht über das nötige Allgemeinwissen verfügen. Sportkenntnisse haben viele, aber wenn es um Politik und Wirtschaft oder gar Geschichte geht, sieht es nicht gerade gut aus. Das Gleiche lässt sich auch beim optischen Auftritt erkennen. Wenn Männer mit sichtbaren Tattoos oder Ohrringen zum Bewerbungsgespräch erscheinen, ist das in den kaufmännischen Branchen natürlich ein Ausschlusskriterium. Auch wenn es in den Stellenangeboten nicht erwähnt werden darf. Dass gleiche gilt bei den Damen, die mit Nasenpiercings oder zu kurzen Röcken erscheinen. Stellenangebote auszuschreiben ist eine Sache, Arbeitnehmer zu finden eine andere.

StellenangeboteDas Arbeitsamt gerät dabei immer mehr ins Abseits und kann kaum mithalten …

Stellenangebote und kreative Ideen

So versuchen sich Unternehmen immer wieder mit neuen Ideen, um die Stellenangebote effizienter zu gestalten. So lassen sich Stellenangebote nicht mehr nur als reines lustloses Objekt in den Zeitungen oder im Internet finden. Immer häufiger wird neu experimentiert. Derzeit setzten vor allem Großunternehmen darauf, Online-Tests direkt bei der Bewerbung durchzuführen. Einige verbinden das sogar mit Online-Spielen. Alleine eine solche Maßnahme deutet darauf hin, wie es tatsächlich auf dem Arbeitsmarkt aussieht. Stellenangebote können aber sich auch an anderen Ideen anlehnen. Kennen Sie das Speed-Dating für die Partnersuche?- Genau das ließ sich ein deutscher Radiosender einfallen, um Nachwuchskräfte für ortsansässige Unternehmen zu finden. Statt der üblichen Stellenangebote hatte jeder Bewerber 10 Minuten Zeit, um seinen möglichen potenziellen Arbeitgeber kennenzulernen. Diese neue Art der Stellenangebote zeigt aber auch, wie sehr die Bildung und der soziale Bereich in der Schule leiden. Das wird sogar durch die Zusammenlegung der Schulformen massiv zunehmen, warnen Experten bereits seit langer Zeit. Die Lage ist tatsächlich ernst, das vermitteln die tagtäglichen Stellenangebote der Firmen.

Unser staatliches Schulsystem wird immer mehr vergleichbar mit der Leistung im US-System. Private Schulen bilden da bislang noch eine Ausnahme. Doch die Kosten übersteigen das Budget der meisten Haushalte. So wird vielen Unternehmen auch künftig nichts anderes übrig bleiben, als sich von einer kreativen Seite zu zeigen und so die Stellenangebote einigermaßen interessant zu machen.

 

Foto: Artikelbild Dr. Klaus-Uwe Gerhardt / pixelio.de