Lücken im Lebenslauf

| 27. August 2015

Lücken im Lebenslauf

Der Lebenslauf ist bei der Bewerbung essentiell und gibt Auskunft über den beruflichen Werdegang. Durch Krankheit, Reisen, Arbeitslosigkeit oder aus vielen anderen Gründen kann es allerdings zu Lücken im Lebenslauf kommen. Diese fallen Personalverantwortlichen garantiert auf und werden mit Sicherheit im Bewerbungsgespräch thematisiert.

Das Problem: Lücken im Lebenslauf

Lücken im Lebenslauf müssen aber nur dann explizit aufgeführt werden, wenn sie länger als zwei bis drei Monate andauerten. Auch kommt es auf den Zeitpunkt der Nichtbeschäftigung an. Direkt nach dem Studium oder während der Erziehung eines Kindes ist die Argumentation natürlich deutlich einfacher, als wenn mitten im Berufsleben plötzlich mehrere Monate ohne Tätigkeit auftauchen. Haben sich die Lücken im Lebenslauf durch eine Krankheit ergeben, muss diese nicht benannt werden, außer es könnten dadurch andere gefährdet werden. Hier sollte aber betont werden, dass die Erkrankung ausgestanden und die volle Leistungsfähigkeit wieder hergestellt ist.

Kein Ausschlusskriterium

Grundsätzlich ist es mittlerweile kein Ausschlusskriterium mehr, Lücken im Lebenslauf zu haben. Personalverantwortliche kennen solche Lebensläufe und wissen die Angaben richtig einzuordnen. Entscheidend ist jedoch der Umgang mit den Lücken im Lebenslauf.

Lügen ist ein No Go

Auch wenn die Versuchung groß sein mag – Lügen im Lebenslauf oder beim Vorstellungsgespräch ist ein absolutes No Go. Spätestens wenn der zukünftige Arbeitgeber Zeugnisse der fingierten Tätigkeit sehen möchte oder detailliertere Nachfragen stellt, fliegt der Schwindel auf. Wer Lücken im Lebenslauf hat, sollte damit ehrlich umgehen und sie nicht verschweigen. Das ist nicht nur in Hinblick auf den Job wichtig. Da der unterschriebene Lebenslauf als Urkunde gilt, kann Lügen als Betrug gelten.

Lücken im Lebenslauf positiv verkaufen

Ganz gleich, aus welchen Gründen die Lücken im Lebenslauf zustande kamen, wichtig ist es, sie vor dem potenziellen Arbeitgeber positiv zu verkaufen. So kann eine mehrmonatige Reise als Bildungs- und Sprachurlaub deklariert werden und eine längere Periode ohne Job dem Selbststudium und der beruflichen Weiterbildung dienen. Stets sollten sich Bewerber im Vorfeld überlegen, wie sie die Lücken im Lebenslauf so füllen können, dass sie sogar einen positiven Effekt auf den zukünftigen Beruf haben können. Je nach Ursache für die Lücke, kann diese entweder der Entwicklung sozialer Kompetenzen, der Aneignung von kulturellem Wissen oder der Erweiterung der eigenen Qualifikationen gedient haben.

Kreative Auslegung aber erlaubt!

Kreative Auslegung ist anders als Lügen erlaubt. Und es stimmt: Bewerber, die sich Zeit für sich genommen, etwas von der Welt gesehen haben oder sich auch mal durchboxen mussten, sind oft besser geeignet als aalglatte Kandidaten. Das wissen auch Personaler.

Bildquellenangabe: I-vista / pixelio.de