KPN geht mit harter Job Sense vor

| 20. Februar 2014

Jobsense bei KPNDer Preiskampf im Mobilfunk wird immer härter. Mit allen Mitteln wird um neue als auch bestehende Kunden gekämpft. Bei den Anbietern führt das regelmäßig zu Konsequenzen, die sich vor allem in einer Job Sense äußern. So nun auch erneut bei der KNP, dem niederländischen Telekommunikationsnetzbetreiber. So plant die Koninklijke KPN NV, eine harte Jobsense zu schlagen. Mehr als ein Zehntel aller Stellen sollen gestrichen werden.

Job Sense über 3 Jahre

Die Stellenstreichungen sollen insgesamt über die kommenden 3 Jahre erfolgen. Derzeit liegen die Planungen bei der Jobsense bei bis zu 14 Prozent. Das entspräche ungefähr bis zu 2.000 Vollzeit-Stellen, die vor allem in den Niederlanden entfallen würden. Die ersten Zahlen zur Job Sense, die bislang noch nicht direkt bestätigt sind, wurden vom US-Nachrichtendienst Bloomberg mitgeteilt. Bis 2016 sollen so durch die Jobsense fast 300 Millionen Euro jährlich eingespart werden.

Jobsense wurde nötig

Insgesamt waren die letzten Geschäftsberichte der KPN ernüchternd. Alleine im Jahre 2013 sank der Umsatz von zuletzt 9,46 Mrd. auf 8,47 Mrd. Euro. Ebenso das Ergebnis, das um mehr als 15 Millionen Euro rückläufig war. Eine Job Sense ist daher unvermeidlich. Nicht zuletzt deswegen, da sich das Unternehmen seit Längerem auch in einem Übernahmeprozess befindet. So wird derzeit versucht, die Tochtergesellschaft E-Plus an die Telefonica Deutschland Holding AG zu übergeben. Wie weit sich das auf die bestehende Job Sense und auf eine Künftige ausschlagen wird, ist derzeit noch unklar. Die Hauptaktionäre hätten dem zwar zugestimmt, das Bundeskartellamt prüft aber den Megadeal noch und könnte ihn unter Umständen platzen lassen. Die Auswirkungen wären massiv und würden sich durch ein erneutes Schwingen der Jobsense auszeichnen.

KPN bekannt für die Job Sense

In dieser Hinsicht ist der Konzern kein Unbekannter. Schon im Jahre 2004 streichte das Unternehmen zahlreiche Jobs im Festnetz. 750 Mitarbeiter fielen damals der Jobsense zum Opfer. Einsparungen wurden so um 25 Millionen erzielt. Zuvor mussten bereits mehr als 800 Mitarbeiter gehen. Damals lag der Fokus konsequent auf den Mobilfunkbereich. In den letzten Monaten hielt vor allem das Übernahme-Gezerre das Unternehmen gefangen. Der mexikanische Milliardär Carlos Slim wollte/will KPN. So wird nun weiter spekuliert, wie der zukünftige Kurs fallen wird und welche Jobs demnächst der Job Sense zum Opfer fallen könnte. So langsam wird es auch bei der krisengeschüttetelten KPN dünn in den Büros.

Bild: LukePricePhotography/Flickr.