Karriere im Ausland

| 23. Mai 2014
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Universität Salzburg (PR)/Flickr.

Immer mehr Deutsche träumen von einer Karriere im Ausland. Einige lockt die Verbindung von Fernweh mit beruflich neuen Chancen, andere lassen sich von neuen Kulturen und Einsichten berauschen. Die Karriere steht dabei allerdings häufig im Vordergrund. Neben einem neuen Arbeitsumfeld, das die eigene Karriere deutlich anfachen kann, ist aber mit dem Job im Ausland auch immer die Hoffnung auf mehr Geld verbunden. So wundert es nicht, das in den letzten Jahren immer mehr Deutsche ausgewandert sind. Auch wenn ein Großteil nach einigen Jahren wiederkehrt, so schaffen es dennoch fast 15 Prozent ihr Leben für immer in der neuen Heimat zu verbringen. Die erste Anfangszeit jedoch ist nicht leicht. Klappt aber alles, kann sich die Karriere bereits sprunghaft bewegen. Die Ziele reichen von unseren direkten Nachbarländern wie Schweiz (ca. 20.000 pro Jahr), Österreich (10.000 pro Jahr) bis hin über den Horizont. Zunehmend beliebt werden neben Großbritannien vor allem die USA. Ein Traum, den viele Auswanderer mit einem besseren Leben und einer neuen Karriere verbrinden. Doch der Weg dahin ist lang und manchmal recht schwierig.

Karriere Ausland – Bewerbung und Co.

Wer nun seinen Weg ins Ausland suchen möchte, um der Karriere einen neuen und frischen Wind zu geben, sollte insbesondere seinen ersten Fokus auf die Bewerbung legen. Immer wieder erleben wir, dass bei diesem Punkt die deutschen Verhältnisse angesetzt werden, die aber in den meisten anderen Ländern vollkommen gegensätzlich sind. So beginnt es bereits bei der Bewerbung, die in Osteuropa und in den englischsprachigen Ländern häufig als „Curriculum vitae“, kurz CV, bezeichnet wird. Selbst wer zum Beispiel die englische Sprache seit langer Zeit beherrscht, wird mit dem Lebenslauf in Englisch zunächst seine Probleme haben. Hilfreich sind hierbei Anbieter im Internet, die zum Beispiel einen Lebenslauf in Englisch .pdf Muster  kostenfrei anbieten. Damit ist die erste Hürde bereits genommen. Wer jedoch im weiteren Verlauf auf Nummer sicher gehen möchte, findet in vielen Foren rund um die Auswanderung hilfreiche Informationen, die vor so mancher Falle bewahren können.

Doch neben der Bewerbung stellt sich die Frage, wo die neue Karriere beginnen soll. Ein potenzieller Arbeitgeber muss gefunden werden. In der Regel kann auch hierbei das Internet behilflich sein. Stellenanzeigen sind im Net schnell zu finden, sofern die ausländischen Berufsbezeichnungen bekannt sind. Eine andere Alternative ist aber auch die Agentur für Arbeit. Gerade bei der Auslandsvermittlung genießt das ehemalige Arbeitsamt einen guten Ruf. Zuständig für eine Karriere in einem anderen Land ist die Zentrale Auslands- und Fachvermittlung (ZAV). Dabei werden bevorzugt Fachkräfte aus den unterschiedlichsten Berufsgruppen vermittelt. Durch ein weltweites Netzwerk kann die ZAV bei der Karriere im Ausland behilflich sein. Ansprechpartner ist das Info-Center in Bonn (Tel. 0228/713 13 13), das bei Bedarf auf einen kompetenten Berater in der Nähe verweist.

Karriere Ausland und die Vorbereitung

Wer im Ausland Karriere machen möchte, sollte sich bereits zuvor ausführlich vorbereiten. Dazu gehört zu allererst die neue Sprache, die besonders für den neuen Berufsweg beherrscht werden muss. Aber auch Anpassung ist wichtig. Wer sich im neuen Land nicht den Sitten und Gebräuchen anpassen kann oder will, hat auf lange Sicht schlechte Chancen für die Karriere. Vor dem Auswandern sollten sich Interessierte also ausreichend mit dem Zielland beschäftigen. Doch das ist nur eine Seite der Medaille. Auswandern war nie schwieriger als in den globalen Zeiten. Neben gültigen Dokumenten (Reisepass) müssen vor allem auch die entsprechenden Genehmigung (Aufenthalts-, Arbeitsgenehmigung, etc.) vorliegen. In einigen Ländern bedeutet das nicht nur einen erheblichen Zeitverlust, sondern auch hohe finanzielle Investitionen die schnell in den 4-stelligen Bereich gehen können. Das bezieht sich insbesondere auf Länder wie Neuseeland, Kanada oder Australien, in denen die Einreisebedingungen in den letzten Jahren deutlich verschärft wurden. Einfacher ist es in der Regel, wenn bereits ein Arbeitsverhältnis (inkl. gültigem Arbeitsvertrag) vorgezeigt werden kann. Eine Ausnahme allerdings bildet sich in Europa. Hier ist das Umsiedeln für die Karriere dank der Freizügigkeit beinahe problemlos möglich. Je nach EU-Land bestehen nur Auflagen für die Meldepflicht und der Nachweis einer Krankenversicherung.

In Deutschland für Rückkehr planen

Die meisten, die sich für eine Karriere im Ausland entscheiden, kehren nach einigen Jahren wieder zurück. Grund ist hierbei, dass der Arbeitseinsatz in der Tat nur für wenige Jahre geplant wurde. Der Wunsch nach einem Auswandern auf Lebenszeit ist hingegen prozentual bei den Auswanderern gering. Neben einem besseren Gehalt liegt der Fokus beim Auslandsaufenthalt besonders darauf, den Lebenslauf erweitern zu können. Auch das führt in vielen Fällen später zu einer besseren Karriere. Möbel und anderer Hausrat könnten hierbei zunächst kostengünstig eingelagert werden. Ein deutsches Bankkonto kann weiterhin fortbestehen. Auch eine finanzielle Reserve sollte immer so geparkt sein, das diese jederzeit verfügbar ist. Häufig eigne tisch dafür ein Tagesgeldkonto, das zwar nicht mit hoher Rendite entzückt, dafür aber mit ständiger Verfügbarkeit.