Existenzgründer in der Gastronomiebranche

| 18. Juni 2014

Die Gastronomiebranche gehört seit vielen Jahrzehnten zu den beliebtesten Plätzen für Gründer. In kaum einem anderen Bereich lassen sich mehr Gründungen finden. Zugleich ist aber auch das Risiko des Scheiterns hier besonders groß. Ein Grund, warum viele Banken nur sehr zurückhaltend Kredite gewähren. Gründer müssen hierfür entweder über eine recht gute Bonität verfügen oder einen Bürgen benennen können. Fachwissen wird in der Gastronomiebranche vorausgesetzt. Die einfache Kneipe oder der Schnellimbiss um die Ecke lassen sich aber kaum noch mit einem Bankkredit finanzieren. Bei allen Gründungen muss jedoch ein aussagefähiges Konzept vorliegen. Das jedoch wird immer schwieriger. Wer sich in der Gastronomiebranche erfolgreich bewegen will, braucht entweder ein Alleinstellungsmerkmal oder hat eine Nische gefunden. Eine erfreuliche Nachricht gibt es aber dennoch für Arbeitnehmer. In der Gastronomiebranche werden mittlerweile die meisten Jobs geschaffen, auch wenn viele nur saisonal bedingt sind. Der Erfolg ist jedoch vom Konzept und dem Standort abhängig. Auf dem Dorf oder in einer kleinen Stadt dürften die Gründungen nur mäßigen Erfolg haben. In diesem Bereich gehört vor allem Ambition und Engagement, das über den normalen Arbeitstag hinaus geht hinzu.

Gastronomiebranche – Kleinigkeiten machen den Unterschied

Gastronomiebranche

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Bars, Kneipen, Restaurants gibt es wie Sand am Meer. Was den Unterschied macht sind aber nicht nur Serviceangebote, sondern auch das Präsentieren von Nischen und Alleinstellungsmerkmale. Viele Kleinigkeiten müssen schon bei dem Gründungskonzept bedacht werden. Der Markt und das Konsumverhalten sind genau zu analysieren und festzuhalten. Eine Gründung sollte also nie innert kurze Zeit erfolgen. Erkunden Sie die Konkurrenz. Wie sind Preis, Leistung, Angebot und Service. Welche Möglichkeiten haben Sie, sich zu unterscheiden? Und würde dieses Angebot angenommen werden? In der Gastronomiebranche hängt vieles von der Mund-zu-Mund-Propaganda ab aber auch davon wie Sie sich im Marketing präsentieren. Natürlich gehört zu jedem Restaurant oder zu jeder Bar auch ein auffallender Schaukasten. Einfach hier klicken und anschauen.- So wie Sie diesen Schaukasten mit einem Schwung bestellen, sollen auch die Kunden ins Restaurant kommen! Sponsoring ist ein beliebtes Zauberwort in der Gastronomiebranche. Viele Betreiber beteiligen sich finanziell und mit eigenen Dienstleistungen an Festen und Veranstaltungen. Eine gute Möglichkeit, um den eigenen Namen bekannt zu machen. Aber auch eine hohe finanzielle Ausgabe.

Der finanzielle Rahmen
Damit wird bereits deutlich, das der finanzielle Rahmen ausreichend gesteckt werden sollte. Viele Gründer verrechnen sich. Banken prüfen den Finanzierungsbedarf genau und vor allem ob dieser genug Luft bei Durststrecken und Investitionen belässt. Ein schwieriges Unterfangen für alle Gründer. Hinzu kommen geeignete Lokalitäten und der Erhalt von Konzessionen. Auch das ist nicht immer wirklich einfach. Das Gebäude muss sich eignen und auch die persönliche Voraussetzung muss bestehen. Wer Steuerschulden oder strafrechtliche Konsequenzen in der Vergangenheit erlebt hat, wird es bei den Konzessionen sehr schwer haben.

Kennzahlen zur Gastronomiebranche

Um die 135.000 Unternehmen sind in der Gastronomiebranche zu finden. Der Umsatz im Durchschnitt liegt bei etwa 200.000 Euro. Kleine Unternehmen mit gerade einmal bis zu 2 Mitarbeitern erwirtschaften einen Jahresumsatz von 70.000 Euro im Durchschnitt. Aber besonders hier liegt der durschnittliche Umsatz, den ein Beschäftigter erreichen kann, mit 44.000 Euro höher als in den größeren Gaststätten. Insgesamt belaufen sich die Personalkosten (gemessen am Umsatz) auf ungefähr 20 – 30 Prozent.