Arbeiten im Ausland: Spanien

| 26. Februar 2014

Arbeiten in SpanienAngenehmes Klima, die Lage nicht zu fern der Heimat und ein sympathisches und entspanntes Völkchen – es gibt viele Argumente dafür, auszuwandern und eine Karriere in Spanien anzustreben. Doch beim Arbeiten im Ausland gilt es vor allem, im Vorfeld genau zu recherchieren, wie das Land abseits der touristisch bereisten Regionen aussieht und wie sich das Arbeitsleben vor Ort gestaltet, um bösen Überraschungen vorzubeugen.

Für den Traumjob ab nach Spanien

Spanien ist auch deshalb ein so attraktives Auswanderungsland, weil es für EU-Bürger kein Problem ist, dort eine Karriere zu beginnen. Bis zu drei Monate ist das Arbeiten im Ausland sogar ohne Meldepflicht oder Aufenthaltsgenehmigung möglich. Wer absehen kann, dass er für einen längeren Zeitraum in Spanien tätig sein wird, der muss sich innerhalb eines Monats nach Einreise bei der zuständigen Ausländerbehörde oder Polizei um eine Aufenthaltsgenehmigung bemühen. Die Voraussetzungen, um in Spanien Karriere machen zu können, sind ähnlich wie in Deutschland, allerdings werden nicht alle deutschen Schulabschlüsse in Spanien anerkannt. Unverzichtbar sind Spanischkenntnisse, die idealerweise mit einem Sprachzertifikat oder dergleichen nachgewiesen werden können.

Arbeiten im Ausland: Dienstleistung boomt …

In Spanien sind momentan vor allem Dienstleistungsberufe, speziell im Tourismus, für die Karriere förderlich. Aber auch die verarbeitende Industrie und Bauwirtschaft boomt. Wie überall auf der Welt ist das Arbeiten im Ausland vor allem für IT-Spezialisten und hochqualifizierte Ingenieure attraktiv und auch der Bereich der nachhaltigen Energieerzeugung gewinnt an Bedeutung. Wer in Spanien Karriere machen möchte, der hat definitiv Vorteile, wenn er persönliche Kontakte oder Referenzen mitbringt. Auch Stellenanzeigen auf Jobbörsen und in Tageszeitungen sowie die klassische Initiativbewerbung können Sprungbrett für die Karriere in Spanien werden. Arbeitsämter und Zeitarbeitsfirmen helfen ebenfalls bei der Vermittlung.

Grundlegendes zum Arbeiten in Spanien

Die geringeren Lebenshaltungskosten in Spanien wirken verlockend, doch liegen auch die Löhne nur bei circa 70 Prozent des deutschen Durchschnittsniveaus. Die 40-Stunden-Woche ist in Spanien genau wie der Mindestlohn gesetzlich geregelt, doch häufig kann diese auch überschritten werden. Grundsätzlich zeichnet sich das Arbeiten in Spanien durch überdurchschnittliche Jahresarbeitszeiten aus. Dafür sind 30 Tage gesetzlich garantierter Urlaub und bis zu 14 Feiertage ein Argument für das Arbeiten im Ausland. Arbeitnehmer sind in Spanien sozialversicherungspflichtig, wobei die Beiträge zum größten Teil vom Arbeitgeber gezahlt werden. Grundlage für die Karriere in Spanien stellt daher die N.I.E.-Nummer (Numero de Identidad de Extranjero) dar.
Insgesamt ist das Arbeiten in Spanien ähnlich dem in Deutschland, allerdings mit einem völlig anderen Lebensgefühl und einer fremden Kultur, welche die Karriere ganz besonders spannend macht.

 

Bild: Anna Zerenyi / pixelio.de